Zufriedene Auszubildende in NRW


Von:  G. Gormanns / LIV Nordrhein / 17.10.2017 / 14:03 / 1



Bereits mehrfach haben wir in der Vergangenheit darüber berichtet, wenn einzelne Innungen ihre Auszubildenden dazu befragt haben, wie es um die Zufriedenheit mit der Ausbildung bestellt ist. Die Zufriedenheitsbefragungen erfolgten jeweils im Rahmen der Nachwuchskampagne „werde Maler“, die von den beiden Landesverbänden in NRW getragen wird. NRW-weit wurden mittlerweile über 900 Azubis im Zeitraum 2016 und 2017 befragt. Grund genug, eine erste Zwischenbilanz über die Gesamtauswertung der Ergebnisse zu ziehen. So viel vorweggeschickt: Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen!

Im Schnitt bewerteten die Auszubildenden ihre Betriebe nach Schulnoten mit einer 2,02, wobei die Beziehung zum betrieblichen Ausbilder sogar mit einer 1,9 benotet wurde. Auch die Berufsschulen (Gesamtnote 2,43) und die betrieblichen Ausbildungsstätten (Gesamtnote 2,24) können mit guten Bewertungen aufwarten. Knapp 80 Prozent gaben an, dass ihnen die Ausbildung Spaß macht. Rund 63 Prozent könnten sich vorstellen, nach der Ausbildung weiter im erlernten Beruf tätig zu sein.

Besonders zu schätzen wissen die Auszubildenden offensichtlich die Vielseitigkeit und die Abwechslung der Tätigkeit. Rund ein Drittel schätzt die Arbeiten im Team. Die Kreativität kommt den meisten hingegen in der Ausbildung zu kurz. Bei den kritischen Aspekten rangieren die Faktoren Stress und Entlohnung weit oben auf der Skala.


Verbandsgeschäftsführer Guido Gormanns mit einem ersten Statement zu den Befragungsergebnissen:
„Die Befragungsergebnisse freuen uns außerordentlich. Sie dokumentieren, dass die Ausbildungsverantwortlichen in Betrieben, Berufsschulen und überbetrieblichen Ausbildungszentren ihrem Bildungsauftrag mit viel Engagement und Verantwortung nachkommen. Auf diesen Befund lässt sich weiter aufbauen.
Die Zahl der befragten Auszubildenden lässt zudem deutlich repräsentativere Rück-schlüsse auf die Ausbildungsqualität zu, als die Daten, die der DGB mit seinem Ausbildungsreport liefert.
Die Herausforderungen in der Ausbildungslandschaft werden größer und vielschichtiger. Im Wettbewerb der Ausbildungsmöglichkeiten muss sich auch das Maler- und Lackiererhandwerk permanent unter Beweis stellen, um attraktiv zu bleiben. Die Auszubildenden müssen wir verstärkt als „Kunden“ sehen, die berechtigte Ansprüche, individuelle Bedürfnisse und Vorstellungen haben. Unsere Befragungen verstehen wir somit als Monitoring, das uns die Stärken und Schwächen unseres Ausbildungssystems aus „Kundensicht“ vor Augen führt.  Besonders aufmerksam verfolgen wir daher die kritischen Aspekte, die die Auszubildenden im Rahmen der Befragungen natürlich auch zum Ausdruck bringen. Diese zeigen uns die Stellschrauben, an denen wir künftig nachjustieren müssen, um die Ausbildungszufriedenheit nachhaltig zu optimieren.“



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